Die erste reife Tomate

Heute im Blattwerk entdeckt,  die erste reife Tomate!
Wie nicht anders zu erwarten ist die erste reife eine Glacier.

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Endlich, so spät waren die Tomaten noch nie reif.

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Kichererbsen und Minierbsen

Heute war Erbsentag und ich habe etwas geerntet. Bei Balkonsorten bin ich zugegeben immer etwas skeptisch weil sie gerne nur auf Show und nicht auf Ertrag und Geschmack gezüchtet werden, dieses Jahr sind mir dann aber doch ein paar Tom Thumb in den Warenkorb gerutscht… und ich bin froh darüber! Eine tolle Sorte, robust bei Nachtfrost, ertragreich und klappt sogar in kleineren Töpfen. Hatte schon mal einen kleinen Schwung Zuckerschoten geerntet und trotzdem hat die Haupternte jetzt 100g Erbsen pro Pflanze ergeben. Nicht schlecht!

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Halb abgeerntet,  die Schoten enthielten meist zwischen 6 und 8 Erbsen.

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  Zumeist auch gleichmäßig gut entwickelt und ausgereift. Lecker!
Die zweite Aussaat für die Herbsternte ist gerade in die Erde gewandert 😉

Die schwarzen Kichererbsen die ich auch probiere dieses Jahr sind natürlich langsamer in ihrer Entwicklung. Im Gewächshaus als Bodendeckender Unkrautwächter blüht und fruchtet sie sehr gut. Im Topf draussen ist sie nicht ganz so glücklich leider, aber dieser Sommer ist nicht gerade der beste… sprich in anderen Jahren sieht das bestimmt anders aus.

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Äpfel auslichten

Heute war es an der Zeit die Äpfel aus zu lichten. Alle kleinen oder verformten oder beschädigten Äpfel an den Bäumen sind der Schere zum Opfer gefallen. Meist setzen die Bäume zu viele Früchte an, die sie nicht alle versorgen können. Um nicht in einen Rythmus hinein zu kommen in dem der Baum nur jedes zweite Jahr gut trägt werden vor dem entwickeln der Kerne die überzähligen Äpfelchen geopfert. Schweren Herzens, aber was muss das muss. Dafür brauche ich meine Bäume nie stützen und sie tragen jedes Jahr gut.

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So viele Äpfel hätte das kleine Bäumchen nie tragen können. Man sieht auch schon das einige davon sehr klein und schlecht entwickelt sind. Die mussten wirklich ab.

Härtetest

Das Wetter ist noch immer zum davon laufen. Dieser Sommer kann getost als Härtetest für Gemüsesorten herhalten.
Viel Zeit für den Garten oder den Computer bleibt mir gerade auch nicht. Bilder beschränken sich auf schnelle Schnappschüsse mit dem Telefon. Aber bevor es garkeine Updates hier gibt versuche ich mal mit der App direkt einen kurzen Eintrag zu machen mit den weningen Lichtblicken im Garten.

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Kein guter Start in die outdoor Saison

Ja es war still im Blog, was daran lag das Ende April und der gesamte Mai definitiv keine guten Gartenmonate waren. Ein Kälterekord nach dem anderen, späte Nachtfröste und so nass wie seit über 50 Jahren nicht mehr. Dementsprechend traurig sieht es im Garten auch aus. Viele gelbe halb ertrunkene und erfrorene Chilipflanzen, Kartoffeln die noch nicht ein mal angehäufelt werden mussten, Bohnen und Mais die schlecht keimten und andere Trauerspiele.

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Die wenigen Lichtblicke finden sich hauptsächlich in den Gewächshäusern, und als unverwüstlich haben sich Mairübchen, Erbsen und Chinakohl erwiesen. Allerdings sind auch sie sehr viel später dran als normalerweise. Die Mairübchen müssten daher eigentlich in Junirübchen umbenannt werden, da sie eben erst erntereif geworden sind und wir lange auf unser Stielmus (lecker!) warten mussten. Die Erbsen beginnen auch gerade erst mit ein paar zaghaften Blüten, hier ist Tom Thumb der ‘Frühstarter’.

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Bei den Tomaten trennt sich gerade die Spreu vom Weizen, Top 5 Frühblüher sind:

  1. Glacier (draussen im Eimer!)
  2. Nonna Gisella F2 Pflanze Nr. 2 im Gewächshaus
  3. Gul Sten im Gewächshaus
  4. Black Krim Pflanze Nr. 1 im Gewächshaus
  5. Ananastomate

Jetzt wird es spannend welche Sorten die ersten reifen Tomaten bringen.

Ansonsten ist zu den Tomaten noch zu bemerken das mich das Braune Birnchen besonders beeindruckt. Sie hat im Garten den inoffiziellen Namen ‘Hulk’ bekommen weil die Pflanze nur so strotzt vor Gesundheit. Selbst unter diesen schweren Bedingungen im Frühjahr mit viel Regen und Kälte, nur im mageren 10l Eimer an der Hauswand, ist sie sehr wuchsfreudig und kräftig.

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Auberginen Blüte

So langsam wird es wirklich Frühling. Die erste Aubergine hat begonnen zu blühen. Gut das ist jetzt auch kein Wunder, weil ich sie wirklich sehr früh vorgezogen habe… bzw. eigentlich ist es ein Keimtest vom Oktobersaatgut den ich nicht entsorgt habe. Bis die Kleinen ins Gewächshaus dürfen dauert es allerdings noch etwas, so 6-8 Wochen, da Auberginen ähnlich empfindlich sind wie Gurken und Melonen und tiefe Temperaturen absolut nicht mögen.

Aubergine

Die Erbsen und Radieschen im Gewächshaus wachsen ganz langsam vor sich hin, allerdings war die Keimrate der Radieschen miserabel. Was daran liegen wird das ein Teil aus älterem gekauften Saatgut bestand, das eigene Saatgut ist anstandslos gekeimt. Ein paar Mairübchen habe ich auch schon gesät, mein erstes Jahr mit ihnen im Anbau und ich bin sehr gespannt wie sich die Sorte ‘Di Milano’ bei mir schlägt 😉 italienisches Klima kann ich hier in Schweden nun wirklich nicht bieten.

Silbertanne = Möhrchen?

Dieses Jahr habe ich ja zwei Tomatensorten im Anbau die oft als identisch bezeichnet werden: Silvery Fir Tree / Silbertanne und Carrot Like / Möhrchen.

Nun stellt sich allerdings heraus das die Keimlinge nicht identisch sind und sich in Wuchs, Farbe und vermutlich auch in der Blattform unterscheiden.

Silbertanne = Möhrchen?Der linke Keimling ist die Silbertanne – er wächst kompakter, Stamm und Laub sind deutlich dunkler. Die beiden Keimlinge rechts sind Möhrchen – sie werden sehr lang und wirken allgemein heller. Die Blattform scheint sich auch zu unterscheiden, es ist aber noch ein bisschen früh dazu eine Aussage zu machen. Anzuchterde ist gleich und sie stehen direkt nebeneinander, haben also gleiche Licht- und Wärmebedingungen.

Da sich eine versehentliche Verkreuzung mit anderen Sorten aufgrund des Möhrenlaubes (rezessiv) sofort bemerkbar machen würde, handelt es sich entweder um zwei Linien der gleichen Sorte die schon so lange voneinander getrennt sind das sich kleinere Mutationen ergeben haben, oder um zwei verschiedene Sorten. Man darf also gespannt sein wie sehr sich die Pflanzen am Ende der Saison unterscheiden.

Paneer

Was macht man eigentlich mit dem leckeren Essig-Gewürz-Sud der von den selber eingemachten Chili immer übrig bleibt? Weg kippen? Auf keinen Fall 😉 wäre doch schade darum.

Meistens verwende ich diesen würzigen Sud zum anmachen von Salat, für saure Linsensuppe oder ich mache Paneer (auch Panir geschrieben) damit. Da ich heute beim Bauern zum Milch holen war und passenderweise ein Glas eingelegte Chili alle wurde habe ich die Gelegenheit genutzt um mal wieder eine Portion davon zu machen. Wer keine Milch vom Bauern bekommen kann, kann auch Milch aus dem Supermarkt verwenden. Allerdings empfehle ich da Vollmilch, fettreduziert funktioniert natürlich auch, aber der Geschmack leidet schon sehr darunter.

Wer noch nicht davon gehört hat, Paneer ist ein Indischer Frischkäse der ohne Lab auskommt. Die heiße Milch wird durch Säure zum gerinnen gebracht und nicht durch die Enzyme aus dem Kälbermagen. Bei genügend zugegebener Säure trennt sich die Käsemasse von der Molke und man erhält einen Frischkäse der entfernt an gepressten Ricotta oder Tofu erinnert. Je nach dem was man mit dem ‘Käse’ vor hat kann man Zitronensaft, Essig oder eben auch den Sud von eingelegten Gurken, Chilis etc dazu verwenden.

Man nehmpaneere also ca. 2l Milch, die man kurz aufkocht und vom Herd nimmt. Dann rührt man Schluck für Schluck den Essig-Sud hinein und wenn der ph-Wert der Milch sauer genug ist entstehen kleine Paneer-Klümpchen und die Molke trennt sich vom ‘Frischkäse’. Man kann da nichts falsch machen, also keine Angst beim ausprobieren, einfach nach und nach Spaneeräure zugeben, rühren und mehr Säure zugeben bis sich Molke und Käse trennen. Je nach dem wie sauer der verwendete Sud ist benötigt man hierzu mal etwas mehr, mal etwas weniger. Wenn die Molke relativ klar geworden ist kann man die Masse durch ein Sieb oder Tuch gießen. Ich fange die Molke beim abgießen in einem Krug auf. Kalt getrunken findepaneer ich sie wunderbar erfrischend – das ist allerdings nicht jedermanns Ding.

Die Käsemasse kann man nun noch zusätzlich würzen falls man möchte. Salz, Kräuter (Schnittlauch!), Chiliflocken, was einem so in den Sinn kommt.

Wer keinen krümeligen sondern einen schnittfesten Käse möchte kann die Masse noch in ein Tuch schlagen und zwischen zwei Schneidebrettern etwas pressen. Jetzt lässt man ihn noch über Nacht im Kühlschrank durchziehen und am nächsten Tag ist er fertig. Pünktlich zum Frühstück.

Zur Haltbarkeit kann ich leider nicht viel sagen, da er spätestens nach 3 Tage restlos aufgegessen ist 😆 aber ich nehme an das es ähnlich wie bei Milch ist, also nicht ewig lagern sondern frisch genießen.

Es taut im Garten

Das Wetter ist weiterhin traumhaft, mit viel Sonne und klarem hellblauem Himmel, was aber auch regelmäßigen Nachtfrost bedeutet. Trotzdem schmilzt der Schnee und ich rechne damit das der Gartenboden Anfang April bearbeitbar ist.

GewächshausDie tiefste Temperatur seit dem pflanzen der Kohl-Versuchskaninchen im Gewächshaus war außen -6 und innen -4 in der Nacht. Der Spitzkohl im Gewächshaus lebt noch, sieht zwar jeden Morgen etwas müde aus, aber er wächst und hat feste Blättchen. Den Rotkohl hat es wohl leider erwischt, den werde ich bei der Hauptaussaat im Freiland also etwas später aussähen. Falls ich nicht die Hauptaussaat auch vorziehe… Unkraut jäten ist so viel einfacher wenn die Gemüsepflänzchen schon eine gewisse Größe haben.

Spitzkohl

 

Gewächshaus – ab geht’s

Heute habe ich das schöne sonnige Wetter genutzt und im großen Gewächshaus umgegraben und gegossen, trotz der verbleibenden 30cm Schnee vor dem Gewächshaus. Im Herbst hatte ich bereits Hühner und Hasenmist eingearbeitet und jetzt war ein zweites umgraben und nochmaliges alte Wurzeln aussortieren angesagt.

Da der Wetterbericht auch ungewöhnlich warmes Wetter verspricht, mit nur geringem Nachtfrost (-5) habe ich mich an ein kleines Experiment heran gewagt. Einige Töpfe im Gewächshaus sind nun mit ‘Tom Thumb’ einer klein bleibenden Erbsensorte bestückt, die Töpfe kommen dann raus sobald die Außentemperaturen es zulassen. Während bei den Nachbarn Stiefmütterchen und Osterglocken den Hauseingang im Frühling zieren, werden es bei mir Erbsen sein 😀 der gute Ruf als Gemüsefreak will schließlich gepflegt werden. Zwei vorgezogene Kohlpflänzchen (ein mal Spitzkohl und einmal Rotkohl), sowie ein paar Radieschensamen und Dill (im Pflanzkübel) sind auch noch ins Gewächshaus gewandert. Wäre ja toll wenn sich dadurch eine kleine vorgezogene Ernte ergeben würde. Mal sehen 🙂

Ab jetzt wird jedenfalls jede Woche ein mal Radieschen gesät, wenn ich es nicht vergesse, um eine gestaffelte Ernte zu haben. Eine ganze Saatgutpackung Radieschen die gleichzeitig reif wird ist jedenfalls nichts was man mit einem zwei Personen-Haushalt bewältigen möchte… und so sieht das auch für alle anderen Gemüse aus die wir gerne frisch essen. Daher säe ich öfters kleinere Mengen, zwischensäen und Mischkultur sind eine feine Sache.